Familieninterne Nachfolge als Eigentümer des Familienunternehmens?

Unterschiede zwischen Söhnen und Töchtern als Nachfolger/innen in Familienunternehmen. Warum?

Weil Söhne und Töchter bei vergleichbarer Schul- und Ausbildung, nach vergleichbarem Studium und der Sammlung von praktischen Erfahrungen

durchaus gleichermaßen kompetent sind, beim Generationswechsel Nachfolger bzw. Nachfolgerin in der Führung des Unternehmens der Familie zu werden.

Aber, Söhne, von der Unternehmerfamilie, meistens vom Vater, zum Nachfolger bestimmt, tendieren anders als Töchter dazu, die Unternehmensführung gleich vollständig übernehmen zu wollen, und es zu begrüßen, wenn, oder zu fordern, dass  ihr Vorgänger nach der Übergabe der Unternehmensführung sich umgehend zurückzieht.

Meistens wird dann ein Kompromiss gesucht und ein Beirat gebildet, in dem der Vorgänger den Vorsitz übernehmen und in dieser Funktion weiter seinem Lebenswerk nahe bleiben und das Wirken seines Nachfolgers  kontrollieren kann.

Das ist zuweilen mit erheblichen Konflikten verbunden, wenn beispielsweise die Führungskräfte und Mitarbeiter/innen des Familienunternehmens, wenn sie Fragen haben oder Anweisung benötigen, sich wie gewohnt weiter den alten Chef wenden, dieser ebenso gewohnheitsmäßig Anweisungen oder Rat gibt, von denen der junge Nachfolger oft nichts erfährt. Das gibt Konflikte. denn, zwei Unternehmensführer, zwei Persönlichkeiten  nebeneinander verursachen Widersprüche in der Unternehmensführung. Meistens weichen ihre Wertevorstellungen, Strategien und Ziele mehr oder weniger voneinander ab und damit auch ihrer Anweisungen. In den Medien wurde über eine Reihe von namhaften Unternehmen berichtet, in denen in solchen Situationen die Nachfolger nach einiger Zeit das Familienunternehmen wieder verließen.

Töchter als Nachfolgerinnen verhalten sich ganz anders.

Sie tendieren dazu, die Nachfolge in Schritten anzutreten. Oft übernehmen Nachfolgerinnen nach und nach, wenn sie sich sicher sind, Abteilung nach Abteilung die Führung des Unternehmens. Die meisten Nachfolgerinnen freuen sich darüber, noch einige Jahre mit ihrem Vorgänger, ihrem Vater, zusammen arbeiten zu können, von ihm zu lernen. Aber irgendwann, spätestens nach fünf Jahren, sollte der Vorgänger ausscheiden, weil sie sich dann sicher fühlen und mit ihren Aufgaben vertraut geworden sind, das Unternehmen der Familie allein fortführen, auf ihre eigene Weise.

Wollen Sie mehr über das Verhalten von Töchtern als Nachfolgerinnen wissen?

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  • Meine Intention ist,
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    Dr. Herbert Wettig
    Nachfolgeberater für Familienunternehmen
    Konfliktmediator für Unternehmerfamilien
    D-71229 Leonberg | Obere Burghalde 42
    Tel: 07152-27061 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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